Grundlagen

QR-Code und QR-Rechnung: nicht verwechseln

Veröffentlicht am 09. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Seit die QR-Rechnung die alten Einzahlungsscheine ersetzt hat, steckt auf jeder Schweizer Rechnung ein QR-Code. Er hat mit Marketing nichts zu tun. Wer zusätzlich einen eigenen Code auf die Rechnung setzen will, sollte die beiden sauber trennen.

Was die QR-Rechnung ist

Der Zahlteil am unteren Rand der Rechnung enthält einen QR-Code mit einem kleinen Schweizerkreuz in der Mitte. Er trägt die Zahlungsdaten: Empfänger, IBAN, Betrag und Referenz. Ihre Banking-App liest ihn und füllt die Zahlung aus. Aufbau und Format sind für die ganze Schweiz einheitlich geregelt.

Was Ihr Marketing-Code ist

Ein QR-Code, der auf eine Webseite führt: Kontakt, Bewertung, Support, Kundenportal. Er trägt keine Zahlungsdaten und zahlt nichts. Mit einem dynamischen Code bleibt er auch auf Rechnungen nützlich, die Jahre später noch im Ordner liegen.

Warum die Verwechslung ein Problem ist

  • Die Banking-App liest den falschen Code oder zeigt eine irritierende Meldung.
  • Kundinnen und Kunden wissen nicht, welcher Code zur Zahlung gehört.
  • Der Zahlteil ist normiert. Zusätzliche Elemente gehören nicht hinein.
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So setzen Sie beide sauber ein

  1. Setzen Sie Ihren eigenen Code in den Kopf oder die Fusszeile der Rechnung, nie in den Zahlteil und nicht auf die Trennlinie daneben.
  2. Beschriften Sie ihn: „Fragen oder Bewertung: hier scannen“. Ein Code ohne Hinweis wird kaum gescannt.
  3. Lassen Sie Abstand zum Zahlteil, damit eine Kamera beide Codes nicht gleichzeitig erfasst.
  4. Testen Sie die fertige Rechnung mit einer Banking-App und mit der Kamera: Die Banking-App soll nur die Zahlung vorschlagen.
  5. Prüfen Sie in Ihrer Buchhaltungssoftware, wo Sie eigene Bilder platzieren dürfen.

Ein Beispiel

Eine Rechnung der Muster Bau GmbH: Oben rechts im Briefkopf steht ein kleiner Code mit dem Text „Fragen zur Rechnung oder Bewertung: scannen“. Er führt auf eine Seite mit Telefon, E-Mail und Bewertungslink. Der Zahlteil unten bleibt unberührt. Wer bezahlen will, nutzt die Banking-App, wer etwas fragen will, die Kamera.

Was Sie vermeiden sollten

  • Kein Schweizerkreuz und keine Zahlungs-Symbole in die Mitte Ihres eigenen Codes setzen. Das erzeugt Verwechslungen.
  • Keine Zahlungs- oder Login-Seite hinter einen öffentlichen Marketing-Code legen. Warum, steht in Sind QR-Codes sicher?.
  • Keinen Code verwenden, dessen Ziel Sie später nicht ändern können: Rechnungen werden Jahre aufbewahrt.

Wofür der eigene Code auf der Rechnung taugt

Die besten Ziele sind ein Kontakt für Rückfragen, ein Link zur Bewertung oder zum Kundenportal und die Seite mit Ihren Öffnungszeiten. Ideen dazu stehen in 10 Einsatzideen für KMU und Google-Bewertungen mit einem QR-Code sammeln. Wie gross der Code sein sollte, zeigt Wie gross muss ein QR-Code sein?.

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